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Gesundheitlichen Bevölkerungsschutz stärken – fünf Fragen des DRK an die Politik

Wenn Krisen eintreten, zeigt sich, wie belastbar ein System wirklich ist. Dann stehen sie bereit: tausende Ehrenamtliche und Hauptamtliche des Deutschen Roten Kreuzes in Mecklenburg-Vorpommern. Sie versorgen Verletzte, organisieren Betreuung, sichern medizinische Hilfe. Doch damit diese Hilfe auch morgen zuverlässig funktioniert, braucht der gesundheitliche Bevölkerungsschutz starke politische Rahmenbedingungen.

Mit Blick auf die Landtagswahl im September bringt das DRK deshalb seine Positionen frühzeitig in den politischen Diskurs ein. In einem neuen Positionspapier formuliert der Landesverband fünf zentrale Forderungen – und richtet dazu konkrete Fragen direkt an die Parteien. 

Das Ziel ist klar: Die Stärkung des gesundheitlichen Bevölkerungsschutzes soll fest in den Wahlprogrammen für 2026 verankert werden. 

Die Themen liegen auf der Hand – und sie sind entscheidend für die Sicherheit der Menschen im Land.

Eine nachhaltige Finanzierung der Hilfsorganisationen
Der Bevölkerungsschutz steht vor neuen Herausforderungen. Gleichzeitig tragen Hilfsorganisationen einen erheblichen Teil der Infrastruktur aus eigenen Mitteln. Das DRK fragt die Parteien daher: Wie wollen sie sicherstellen, dass engagierte Organisationen künftig finanziell stabil arbeiten können?

Gleiche soziale Absicherung für Ehrenamtliche
Der Bevölkerungsschutz lebt vom Engagement freiwilliger Helferinnen und Helfer. Sie übernehmen Verantwortung im Einsatz – oft unter schwierigen Bedingungen. Das DRK fordert deshalb ein Ende der unterschiedlichen Behandlung von Helferinnen und Helfer der Hilfsorganisationen  und fragt die Parteien: Wie wollen sie Ehrenamtliche künftig besser schützen?

Moderne Technik und einsatzfähige Fahrzeuge
Viele Fahrzeuge im Katastrophenschutz sind inzwischen über 20 Jahre alt. Gleichzeitig wachsen Anforderungen und Einsatzlagen. Das DRK richtet deshalb eine klare Frage an die Politik: Wie wollen die Parteien sicherstellen, dass Fahrzeuge und Technik zeitnah modernisiert werden?

Eine gezielte Förderung des Ehrenamts im Bevölkerungsschutz
Ohne freiwillige Helferinnen und Helfer funktioniert der Bevölkerungsschutz nicht. Nachwuchs zu gewinnen und Engagement zu sichern, wird zunehmend anspruchsvoller. Das DRK fragt daher: Welche Initiativen planen die Parteien, um mehr Menschen für den Bevölkerungsschutz zu gewinnen und freiwilliges Engagement nachhaltig zu stärken?

Eine resiliente und vorbereitete Bevölkerung
Katastrophenschutz beginnt nicht erst im Einsatz. Entscheidend ist auch, wie gut Menschen vorbereitet sind. Aufklärung, Vorsorge und Bildung stärken die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung. Das DRK möchte von den Parteien wissen: Welche Maßnahmen wollen sie ergreifen, um die Resilienz der Bevölkerung zu stärken?

Mit diesen fünf Positionen setzt das Deutsche Rote Kreuz bewusst Impulse für die politische Debatte im Vorfeld der Landtagswahl. Der Landesverband bringt seine Erfahrung aus Praxis, Einsatz und Ausbildung ein – und bietet der Politik zugleich die Zusammenarbeit an.

Denn eines ist klar: Ein starker Bevölkerungsschutz entsteht nicht erst im Einsatz. Er entsteht durch kluge politische Entscheidungen – lange bevor der Alarm ausgelöst wird.

 

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